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Let's get Toasted! "Ich geh jetzt pissen", verkündet Jim, steht auf und geht aus dem Bild. Hans bleibt verärgert zurück. Katja sitzt mit ihrer DVD-Fernbedienung vor dem Bildschirm. Sie findet Jim viel süsser als Hans. Ein Klick und sie ist wieder bei Jim, der ins Haus stapft und im Bad die verführerische Hanna unter der Dusche antrifft. Zukunftsmusik? Nicht bei TOASTED! Sieben Studenten von der Hochschule der Medien in Stuttgart präsentieren eine DVD-Video, mit der die Möglichkeiten des Mediums ausgelotet werden. Die Mitglieder des Teams studieren Audiovisuelle Medien oder Medienautor. Verschiedene Kameraeinstellungen und Sichtweisen einer Szene sowie unterschiedliche Handlungsstränge sind auf die DVD gepackt. Dabei sucht sich der DVD-User seinen eigenen Weg durch das Intrigenspiel aus Eifersucht, Verdächtigungen, gutem Willen und bösem Ausgang. War es ein Mord aus Rache, Selbstmord oder einfach ein Unfall? Der Zuschauer muss gut aufpassen: Ein Detail im Fenster, ja sogar ein Geräusch kann ein Hinweis darauf sein, dass es mehr zu sehen gibt.
Interaktive Filme sind nicht linear Filme erzählen ihre Geschichte normalerweise am Stück: Setup, Plot Point 1, Konfrontation, Plot Point 2, Auflösung. Der Verlauf ist unveränderlich festgelegt. Anders bei TOASTED: Ein interaktiver Film enthält mehrere verwobene Geschichten, die durch eine Navigation verknüpft werden. Auch die Dreharbeiten unterscheiden sich: Mehr als einmal wunderten sich die Darsteller darüber, dass sie dieselbe Einstellung zweimal ganz unterschiedlich spielen sollten. Studenten und Schauspieler drehten eine Woche lang in der malerischen Landschaft der Provence im Süden Frankreichs. Abends sichteten sie an einem G3-Powerbook das Material und erstellten erste Rohschnitte. Die Geschichte wurde diskutiert und bei Bedarf konnten tags darauf zusätzliche Szenen gefilmt werden. Zum ersten Mal arbeiteten Studenten der Studiengänge Audiovisuelle Medien und Medienautor bei einem solchen Projekt zusammen. Das ganze Projekt lief im Rahmen einer Lehrveranstaltung während des Wintersemesters 2001/2002. Dabei wurde das bis dahin gelernte in der Praxis eingesetzt und erweitert. Eine wichtige Voraussetzung für diesen Erfolg war die Technik: Unter hohem Zeitdruck wurde das Video-Ausgangsmaterial geschnitten, ergänzende Computeranimationen erstellt, die Navigation der DVD programmiert und die begleitende Website gelauncht. Mehr Infos zum Projekt unter http://www.get-toasted.de |
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