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Thema 03– Einführung Digitalkamera

 

Topic 03– Introduction Digital Camera

 

Canon EOS 1D Mark II
Die digitale Spiegelreflexkamera Canon EOS 1D Mark II. (Bildquelle: Canon Deutschland)

 

Lernziel

Teilnehmer können mit einer digitalen Spiegelreflexkamera (Canon EOS 1D/1Ds MkII) arbeiten und überblicken alle Funktionen und Menüs.

Ablauf

Die vorhandenen digitalen Gehäuse werden auf die Studenten verteilt. Jede Gruppe baut ein kleines Set auf: Camera, Objektiv, Tisch, Lampe. Fotografiert wird später der eigene Schlüsselbund oder das eigene Mobiltelefon.

Kamera wird erklärt: Aufbau, Einstellungen und Kameramenüs.

Belichtung von linearen Sensoren wird erklärt: Histogramm in der Kamera (JPEG), Histogramm in Adobe Camera Raw, ETTR-Regel (Exposure To The Right), Weißabgleich, Gretag-Karte.

Jeder Student macht mit der Digitalkamera eine Sachaufnahme seines Schlüssels oder Mobiltelefons.

Aufgabe

Jeder Teilnehmer fertigt ein Protokoll der Veranstaltung an: Beschreibung der Digitalkamera, linearer Sensor, RAW-Files.

Bemerkungen

Fileformate: Digitale Kameras nehmen normalerweise in den Fileformaten: JPEG, TIFF, DNG und RAW auf. Dabei kommt den Formaten DNG und RAW eine besondere Bedeutung zu: Nur sie enthalten die Daten, die der Sensor tatsächlich aufnimmt und sind deshalb als Digitales Negativformat zu betrachten.

DNG ist ein hersteller-"unabhängiges" RAW-Format, das von Adobe entwickelt wurde. Es soll dafür sorgen, dass man nicht auf die Software des Kameraherstellers angewiesen ist, um die RAW-Files einer bestimmten Kamera bearbeiten zu können.

RAW steht für die vielen nativen Bildformate in denen die einzelnen Kameras ihre Bilddaten aufzeichnen. Hier eine Tabelle mit Beispielen:

Kamera   RAW-Format-Endung
Canon EOS 1D   Filename.tif
Canon EOS 1D MK2   Filename.CR2
Minolta   Filename.MRW
Nikon D2X   Filename.NEF
Olympus   Filename.ORF

Weißabgleich: Da im Praktikum nur mit RAW-Files gearbeitet wird, erfolgt der Weißabgleich und die colorimetrische Interpretation erst im sog. RAW-Konverter. Daher empfielt es sich für jede neue Einstellung einmal eine standardisierte Grau-/Farbkarte aufzunehmen, beispielsweise einen Gretag Colorchecker.

Gretag Color Checker

Abb.: Gretag ColorChecker. (Quelle: Gretag)

Kameratypen

Digitale Kameras unterscheidet man in der Regel in die Typen:
"Consumer"-Kameras: einfache Kameras ohne Wechselobjektive und die Möglichkeit RAW-Daten aufzuzeichnen.
DSLR-Kameras: digitale Spiegelreflex-Kameras mit Sensorgrößen im Kleinbildformat oder kleiner. Die Formatdiagonalen sind in der Regel um den Faktor 1,3 bis 1,6 kleiner.
Mittelformatreflexkameras (z.B. Hasselblad H2) mit wechselbaren digitalen Rückteilen (z.B. Phase ONE)
Fachkameras (z.B. Sinar) die in der Regel mit den gleichen digitalen Rückteilen arbeiten, wie Mittelformatreflexkameras.

Auflösungsvergleich: Analog – Digital

Es ist ein vieldisskutiertes Thema welches Filmformat mit welchem Digitalformat qualitativ übereinstimmt. Meist wird hier die Auflösung verglichen. Das greift für den praktischen Einsatz zu kurz. Mehrere Dinge sind hier zu betrachten, die für den Bildeindruck wichtig sind.

Abbildungsmaßstab: die digitalen Sensoren sind bei vergleichbarer Auflösungsqualität oft kleiner als das entsprechede Filmformat. Dadurch ändert sich bei identischer Perspektive der Abbildungsmaßstab, wodurch sich der Tiefenschärfeeindruck ändert.

Filmplanlage: Vor allem bei größeren Filmformaten tritt häufig das Problem auf, dass der Film nicht exakt Plan liegt. Dadurch entstehen je nach dem "Depth of Focus" unschärfen, die bei einem digitalen Sensor nicht auftreten.

Überprüfung bei der Aufnahme: In kritischen Fällen kann die Schärfe einer Digitalaufnahme direkt nach der Auslösung auf einem Computermonitor in 100%-Darstellung überprüft werden und evtl. nachfokusiert werden.

Filmkorn und Bildrauschen: Ist die Größe eines Einzelsensors in der Digitalfotografie größer als ca. 6 µm kann das Bildrauschen bis ca. 400 ASA fast völlig unterdrückt werden. Bei Film ist das Rauschen immer noch als Korn sichtbar. Deshalb kann es sein, dass die Schärfe messtechnisch beim Film höher ist, der Schärfeeindruck bei der Digitalaufnahme, wenn mit dem Auge beurteilt wird, besser ist.

Eine "unwissenschaftliche" Tabelle soll einen Anhaltspunkt über vergleichbare Auflösungsleistungen geben.

Film Format Digital Format MPixel
APS 30x16,7 Consumer 9,5 8
Kleinbild 36x24 DSLR aps 22x15 10
MF 6x4,5 DSLR KB 36x24 20
Fach 4x5'' DSLR MF 54x36 40

Notwendige Technik

Digitalkamera (EOS 1), Objektiv, Stativ, Blitz, Gretag-Karte

Literatur

Canon EOS-1D Kameras, Manuals für Canon Kameras findet man, wenn man diesem Link folgt, Adobe Camera RAW.